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Volkstheater Hessen
Silvia Tietz

Sie ist ein echtes „Frankfurter Mädsche“ und stammt, wie ihr Bruder Andreas Walther-Schroth, aus einer Volksschauspieler-Familie. Seit 40 Jahren steht Silvia Tietz auf der Bühne und ist dem Volkstheater-Hessen-Publikum bereits als schlappmäulige und gutherzige Frau Schnatter in Adolf Stoltzes „Verspekuliert“ bekannt.

Schon während ihrer Schulzeit stand sie als 15-Jährige auf der Bühne des Volkstheaters Frankfurt, danach immer wieder auch mit ihrem Bruder und den Eltern Irmgard und Erich Walther. An dem von Liesel Christ geleiteten Theater machte sie eine Ausbildung und ließ sich zugleich an der privaten Schauspielschule von Michael Engelhardt in Gesang und Ballett unterrichten. Bereits kurz nach der Prüfung ging sie an der Seite von Liesel Christ, Dieter Henkel und Günter Strack mit der Komödie „Loch im Kopp“ auf Tournee. Ihre Rollen reichen vom klassischen Fach über Komödien bis zum Musiktheater – von der Spelunken-Jenny in der „Dreigroschenoper“, der Edith in „Die Drei von der Tankstelle“ bis zur Wirtin im „Weißen Rößl“, die zu ihren liebsten Rollen zählen. Im Fernsehen spielte sie an der Seite von Günter Strack in den „Hessischen Geschichten“, aber auch mehrfach im Tatort und Polizeiruf 110. Lieder in Frankfurter Mundart, dazu Lyrik und Humorvolles hat Silvia Tietz zu einem persönlichen Programm zusammengestellt, mit dem sie solo auftritt. Die Klassiker sind ihr in den langen Jahren am Volkstheater immer wieder begegnet. „Im Urfaust habe ich alle weiblichen Rollen durch“, stellt sie lachend fest. In Stoltzes „Alt-Frankfurt“ oder in „Die fünf Frankfurter“ verkörperte sie ebenfalls bereits mehrere Rollen. In dem Stoltze-Stück „Meister – Heister“ hat sie schon als junges Mädchen vor vielen Jahren im Volkstheater Frankfurt zum ersten Mal gespielt, damals die Rolle der jungen Lotte Kletterrose. Dass sie heute die ältere Zimmervermieterin verkörpern kann, ein durchtriebenes Weib, das vor allem auf seinen Vorteil bedacht ist, freut sie sehr. „Die Rolle ist sehr witzig und es macht großen Spaß, sie zu spielen.“ Besonders gefalle ihr, dass der Regisseur Steffen Wilhelm dem Stück Musik hinzugefügt hat. „Das lockert auf und macht es noch interessanter. Hut ab, was unser Regisseur da für Ideen hat.“

Bild Stugrapho. Text von Sabine Börchers für das Volkstheater-Programmhaft von Meister – Heister.