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Volkstheater Hessen
Johannes Schedl

Ein Frankfurter Theatermann hat einmal über ihn gesagt, dass Johannes Schedl sich die Bühne nie habe erobern müssen. Schon als Fünfjähriger stand er oben, im Frankfurter Kammerspiel und habe sich auf ihr bewegt, als gehöre er dorthin.

Damals war die Aufführung einer Komposition seines Vaters der Anlass. Gerhard Schedl, namhafter österreichischer Komponist, erhielt in den 1980er Jahren einen Lehrauftrag am Hoch'schen Konservatorium und kam mit seiner Familie an den Main. Der in Wien geborene Johannes wuchs daher in der Nähe von Frankfurt auf. Am Mainzer Unterhaus und am Theater Willy Praml hatte er seine ersten Engagements. Dann ging er zunächst zurück nach Österreich, wo er an der Neuen Oper Wien (in Kooperation mit dem Kurt Weill Festival Dessau) und am Landestheater Salzburg spielte – für ihn ein besonderes Engagement, denn dort war sein Vater einige Jahre lang „Composer in Residence“, so dass er das Haus bereits gut kannte. Ab 2004 war Johannes Schedl mehrere Jahre lang an den Vereinigten Bühnen Graz engagiert. Es folgten Engagements an den Clingenburg Festspielen, dem Landestheater Schwaben in Memmingen und derzeit den Landungsbrücken Frankfurt, wo er bereits in der fünften Produktion zu sehen ist. Parallel dazu übernimmt er immer wieder Fernsehrollen, etwa in „Ein Fall für Zwei“ oder im „Kluftinger Krimi“ an der Seite von Herbert Knaup. In der Rolle des Studenten Moritz Heister im Volkstheater Hessen tritt er zum ersten Mal in Frankfurter Mundart auf. Es mache ihm Spaß, diese Facette des Theaters kennenzulernen und bedienen zu dürfen, sagt er. Die Sprache stelle für ihn keine Hürde dar: „Mein Vater war Wiener, meine Mutter Hannoveranerin. Wir haben zu Hause kein Hessisch gesprochen, aber ich hatte den Klang immer im Ohr, und das Sprechen macht mir erstaunlicherweise keine großen Probleme.“

Bild Stugrapho. Text von Sabine Börchers für das Volkstheater-Programmhaft von Meister – Heister.